Die Wochen streifen ins Land...wir tuckern mit dem Nachtzug durch Indien und vergessen dabei manchmal die Zeit.
Vor zwei Wochen haben wir das schoene Stueck Kueste in Kerala verlassen und uns aufgemacht nach Bangalore, mitten in die pulsierende Metropole des Suedens. Hier, wo die New Economy boomt und mehr Deutsche auf der Strasse und in den Bars zu sehen sind als in Kreuzberg, haben wir eine ganz und gar faule Woche vebracht. Einquartiert bei einem Freund lagen wir auf der Dachterrasse, schluerften einen Kaffee nach dem anderen und haben abends Cocktails mit Panoramarundblick aus dem 10. Stock genossen. Doch die Weltreiseuhr tickt tick...tick...tick...noch sechs Wochen, bis dieses Reisevergnuegen ein Ende findet im weihnachtlichen Trubel Berlins. Also reisen wir weiter - wie immer per Nachtzug - diesmal nach Hampi.
Hampi, das liegt irgendwo in Neun-Stunden-Nachtzugentfernung von Goa Richtung Osten, ein klitzekleines Dorf in der Mitte von Nirgendwo. Seit jeher schwaermten Indien-Reisende von diesem Ort, erzaehlten uns mit leuchtenden Augen von Bananenplantagen und dieser tollen Atmosphaere. So auch wir nun. Was wir hier gefunden haben, ist fast schwer zu beschreiben, die Bilder sprechen wohl mehr als Worte...
Zunaechst einmal ist es hier ruhig und entspannend - eine Tatsache, die in Indien alles andere als selbstverstaendlich ist. In Hampi angekommen, setzte uns die Rikscha am Fluss ab, da wir unsere Herberge auf die Empfehlung einer einzelnen Dame hin am anderen Flussufer suchten. Das Bild, was sich uns bot, war atemberaubend. Rotbraune Steinberge, soweit das Auge reicht. Felsen in allen Groessen und Formen tuermen sich am Horizont aufeinander. Ein Fluss schlaengelt sich durch die Gesteine. Ringsum Palmen und Bananenbaeume in Huelle und Fuelle. Am Fluss waeschen Menschen sich selbst und ihre Waesche. Bei Sonnenschein.


Eine kleine Nussschale brachte uns ans andere Ufer, wo wir direkt die empfohlene Herberge ansteuerten. Dort wuerden wir, versicherte man uns, schoene Huetten finden. Und so war es auch. Nun fanden wir schon oefters schoene Huetten auf dieser Reise, doch hier in Hampi ist alles anders. Unsere Huette war die Letzte in einer Reihe, an deren Ende nichts mehr kam. Nichts ausser dem Blick auf die Reisfelder, die irren Steinformationen, ein paar Wasserbueffel beim Grasen und Stille. Absolute Ruhe. Das angegliederte Restaurant versorgte uns mit allem, was unsere Herzen begehrten. Und so lagen wir dort, auf unserem Daybed auf der Veranda und genossen es, in die Landschaft zu starren. Morgens, nachmittags, bei Sonnenuntergang.

Doch natuerlich waren wir nicht (nur) zum Faulenzen gekommen, also haben wir per Fahrrad und Moped Hampi erkundet. Mit den Fahrraedern sind wir durch die Ruinen geradelt, mit der kleinen Vespa haben wir das Hinterland unsicher gemacht und dabei wunderschoene kleine Doerfer entdeckt, in denen die Zeit irgendwann mal stehengeblieben ist.

Einer dieser Ausfluege fuehrte uns zu dem schoensten Tempel Hampis, der auch ein beliebter Auflusgort fuer indische Schulklassen ist. Kennt Ihr die Fotos von Madonna oder Angelina Jolie, die auf ihren Reisen mit UNICEF in abgelegene Regionen von Kinderscharen umringt werden?
Hampi selbst ist letztlich eine uralte Siedlungsstaette, voller alter Tempel, Koenigspalaste, koeniglicher Elephantenstaellte etc., alles so um die 500 Jahre alt. Das Faszinierende ist die Weite dieses Areals, dass sich ueber etwa 50 qkm durch diese Felsenlandschaften zieht. Eigentlich kann man Tage damit verbringen, sich zu fragen, wer diese Steine aufeinander gestapelt hat...Es ist atemberaubend. Wunderschoen. Das Dorf an sich ist eine kleine Ansiedlung von etwa 1000 Menschen, ein paar Hotels, einige Restaurants.


Doch die Landschaft und die Stimmung, die Farben und der Geruch sind das wirkliche Highlight an Hampi. Den Rest, so finden wir, sollen Euch unsere Bilder erzaehlen...






An unserem letzten Tag dann haben wir uns in die faszinierenden Felswelten von Hampi unser eigenes kleines Steinmaennchen gebaut. Dort haben wir unsere Wuensche und Traeume versteckt, und nun, so sagt Ronny, bleiben sie dort fuer immer beschuetzt.
Heute geht es fuer uns schon weiter nach Goa, wie immer per Nachtzug. Dort wollen wir Kraft und Sonne tanken, bevor wir den Grossstadtdschungel Bombais und die Wueste Rajastans erobern. Falls Ihr also eine Weile nichts von uns hoert, keine Sorge: Wir sind am Strand!
Mit sonnigen Gruessen...
Franzi & Ronny
Vor zwei Wochen haben wir das schoene Stueck Kueste in Kerala verlassen und uns aufgemacht nach Bangalore, mitten in die pulsierende Metropole des Suedens. Hier, wo die New Economy boomt und mehr Deutsche auf der Strasse und in den Bars zu sehen sind als in Kreuzberg, haben wir eine ganz und gar faule Woche vebracht. Einquartiert bei einem Freund lagen wir auf der Dachterrasse, schluerften einen Kaffee nach dem anderen und haben abends Cocktails mit Panoramarundblick aus dem 10. Stock genossen. Doch die Weltreiseuhr tickt tick...tick...tick...noch sechs Wochen, bis dieses Reisevergnuegen ein Ende findet im weihnachtlichen Trubel Berlins. Also reisen wir weiter - wie immer per Nachtzug - diesmal nach Hampi.
Hampi, das liegt irgendwo in Neun-Stunden-Nachtzugentfernung von Goa Richtung Osten, ein klitzekleines Dorf in der Mitte von Nirgendwo. Seit jeher schwaermten Indien-Reisende von diesem Ort, erzaehlten uns mit leuchtenden Augen von Bananenplantagen und dieser tollen Atmosphaere. So auch wir nun. Was wir hier gefunden haben, ist fast schwer zu beschreiben, die Bilder sprechen wohl mehr als Worte...
Zunaechst einmal ist es hier ruhig und entspannend - eine Tatsache, die in Indien alles andere als selbstverstaendlich ist. In Hampi angekommen, setzte uns die Rikscha am Fluss ab, da wir unsere Herberge auf die Empfehlung einer einzelnen Dame hin am anderen Flussufer suchten. Das Bild, was sich uns bot, war atemberaubend. Rotbraune Steinberge, soweit das Auge reicht. Felsen in allen Groessen und Formen tuermen sich am Horizont aufeinander. Ein Fluss schlaengelt sich durch die Gesteine. Ringsum Palmen und Bananenbaeume in Huelle und Fuelle. Am Fluss waeschen Menschen sich selbst und ihre Waesche. Bei Sonnenschein.


Eine kleine Nussschale brachte uns ans andere Ufer, wo wir direkt die empfohlene Herberge ansteuerten. Dort wuerden wir, versicherte man uns, schoene Huetten finden. Und so war es auch. Nun fanden wir schon oefters schoene Huetten auf dieser Reise, doch hier in Hampi ist alles anders. Unsere Huette war die Letzte in einer Reihe, an deren Ende nichts mehr kam. Nichts ausser dem Blick auf die Reisfelder, die irren Steinformationen, ein paar Wasserbueffel beim Grasen und Stille. Absolute Ruhe. Das angegliederte Restaurant versorgte uns mit allem, was unsere Herzen begehrten. Und so lagen wir dort, auf unserem Daybed auf der Veranda und genossen es, in die Landschaft zu starren. Morgens, nachmittags, bei Sonnenuntergang.

Doch natuerlich waren wir nicht (nur) zum Faulenzen gekommen, also haben wir per Fahrrad und Moped Hampi erkundet. Mit den Fahrraedern sind wir durch die Ruinen geradelt, mit der kleinen Vespa haben wir das Hinterland unsicher gemacht und dabei wunderschoene kleine Doerfer entdeckt, in denen die Zeit irgendwann mal stehengeblieben ist.

Einer dieser Ausfluege fuehrte uns zu dem schoensten Tempel Hampis, der auch ein beliebter Auflusgort fuer indische Schulklassen ist. Kennt Ihr die Fotos von Madonna oder Angelina Jolie, die auf ihren Reisen mit UNICEF in abgelegene Regionen von Kinderscharen umringt werden?
Hampi selbst ist letztlich eine uralte Siedlungsstaette, voller alter Tempel, Koenigspalaste, koeniglicher Elephantenstaellte etc., alles so um die 500 Jahre alt. Das Faszinierende ist die Weite dieses Areals, dass sich ueber etwa 50 qkm durch diese Felsenlandschaften zieht. Eigentlich kann man Tage damit verbringen, sich zu fragen, wer diese Steine aufeinander gestapelt hat...Es ist atemberaubend. Wunderschoen. Das Dorf an sich ist eine kleine Ansiedlung von etwa 1000 Menschen, ein paar Hotels, einige Restaurants.


Doch die Landschaft und die Stimmung, die Farben und der Geruch sind das wirkliche Highlight an Hampi. Den Rest, so finden wir, sollen Euch unsere Bilder erzaehlen...






An unserem letzten Tag dann haben wir uns in die faszinierenden Felswelten von Hampi unser eigenes kleines Steinmaennchen gebaut. Dort haben wir unsere Wuensche und Traeume versteckt, und nun, so sagt Ronny, bleiben sie dort fuer immer beschuetzt.
Heute geht es fuer uns schon weiter nach Goa, wie immer per Nachtzug. Dort wollen wir Kraft und Sonne tanken, bevor wir den Grossstadtdschungel Bombais und die Wueste Rajastans erobern. Falls Ihr also eine Weile nichts von uns hoert, keine Sorge: Wir sind am Strand!
Mit sonnigen Gruessen...
Franzi & Ronny
1 Kommentar:
hi ihr beiden,
daniel meint, ich soll mal wieder was schreiben und zwar, dass wir gerade gemeinsam euren neuen eintrag gelesen haben. uns freut, dass es bei euch immer noch so schön ist und dass ihr es immer noch nicht satt habt, neue dinge zu entdecken. genießt eure letzten sechs wochen - wir freuen uns auf euch!
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